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Oleanna
Ein "Machtspiel" von David Mamet
Premiere:
15. Mai 2009
Theater am Turm, Villingen
Oleanna von David Mamet, welches 1995 in Deutschland zum
wichtigsten ausländischen Theaterstück gewählt wurde, ist ein
Drama über zwei Menschen, deren ständig wachsende
Missverständnisse sich zu einem brutalen Machtkampf hochschaukeln. Welchem
der beiden Protagonisten kann/will/darf der Zuschauer Glauben
schenken? Ein ständig geführter innerer Konflikt scheint
vorprogrammiert.
John ist Anfang 40, mit besten Aussichten auf eine Professur an einer
renommierten Uni. John hat Familie, ein Segelboot und bald sogar ein eigenes
Haus. John hat Sicherheit und ist Erfolg gewöhnt. Und er hat seine
besondere Sicht auf Dinge wie die Universität, die Bildung, das Lernen und
den ganzen Rest. Zunächst aber hat er ein Referat von Carol auf dem
Schreibtisch.
Carol ist Anfang 20, studiert im zweiten Semester.Carol hat einen
Studentenplan, Notizen aus dem Seminar und keine Ahnung, was das alles
bedeutet. Carol hat nicht die Sprache, die der Professor hat. Und Carol hat
ebenfalls ihre eigene Sicht auf die Dinge: auf Umarmungen, sexuelle Ausbeutung
und Belästigung. Zunächst aber hat sie ein Referat geschrieben. In
Johns Seminar.
In drei Akten entwickelt David Mamet ein Szenario über die irrwitzige
Logik und verhängnisvolle Dynamik jenes Verhaltens, den die Amerikaner
"Political Correctness" nennen. Was wie eine szenische Vorlesung
über gescheiterte Kommunikation im College beginnt, entwickelt sich zu
einem Schauprozess über sexuelle Belästigung, in dem die Studentin
zur Staatsanwältin mutiert und ihr Professor dringend einen Anwalt
bräuchte.
So ist es. Wie es scheint.
Oleanna gibt einem zu denken.
Besetzung:
Robert Weippert
Sandra Theves
Assistenz:
Susi Schneider
Licht, Ausstattung und Regie:
Richard Hehn
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