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Henry Pilks gesammelte Werke:
12 außerordentliche Dramen an einem Abend
Premiere:
20. Juli 2000, Scheuer, VS-Villingen
Derniere:
15. Juni 2002, Artenschutztheater, Berlin
Wer ist Henry Pilk?
Ein mehrfach internierter Irrer, der auf Papiersevietten, Zigarettenschachteln
oder die Rückseiten von Zugfahrkarten ein gutes Dutzend Dramen schrieb,
kaum eines länger als 15 Minuten.
Oder: Einer der genialsten irischen Schriftsteller, dessen Werke sich irgendwo
zwischen James Joyce, Samuel Beckett und Monty Python bewegen.
Anfang der siebziger Jahre - Pilk befand sich gerade wieder in einer
geschlossenen Anstalt in Dublin - gelang es dem britischen Theatermacher Ken
Campell Kontakt mit Henry Pilk aufzunehmen und seine bis dahin entstandenen
Dramen zu sammeln. Bis heute stellt diese Sammlung, die Campbell unter dem
Titel Mr Pilks Irrenhaus veröffentlichte (Pilk bestand damals
darauf, seine Werke nur innerhalb geschlossener Anstalten zur Aufführung
zu bringen), das erhaltene Gesamtwerk Henry Pilks dar.
Kurz nach seiner Zusammenarbeit mit Campell wurde Pilk als geheilt entlassen.
Seither ist sein Aufenthaltsort unbekannt.
Die Villinger Aufführung bietet nicht nur die Möglichkeit
sämtliche von Henry Pilk erhaltenen Dramen auf der Bühne zu sehen,
sondern auch eine Einführung in das Leben und Werk eines der
außergewöhnlichsten irischen Dramatiker.
Henry Pilk ist nicht so wirr wie James Joyce, nicht so langweilig wie Samuel
Beckett, nicht so besoffen wie Flann OBrian, aber mindestens so lustig
wie Monty Python!
(Modern Literature for Nerds, Tipperary 1974)
Das Werk Henry Pilks steht in der Traditon schwärzesten irisch-englischen
Humors, dreht sich aber gleichzeitig auch um existenzielle menschliche
Ängste wie Schrumpfungsprozesse im Alter, Liebeskummer, Käse,
Entfremdung in der Ehe, aufdringliche Kellner, Geheimdienste, Sex und das
unbestimmte Gefühl von niemandem richtig verstanden zu werden.
Besetzung:
Rüdiger Klotz
Verena Müller-Möck
Markus Tomczyk
Petra Kieper
Richard Hehn
Mitarbeit/Technik:
Martin Möck
Florian Eppinger
Ruth Holtzhauer
Ralf Ketterer
Georg Hehn
"Tucarambo Mambo"
Musik & Arrangement:
Frank Meyer
Ausstattung, Licht & Regie:
Richard Hehn

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