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Text und Fotos von Thomas Kreihe





Drama von Werner Schwab


Kein Ohnsorg, keine Komödie, kein Schenkelklopfer. Lachen auf andere Art. In dem modernen Klassiker "Die Präsidentinnen" des Radikaldramatikers Werner Schwab wird man tatsächlich mit ordinären Witzen konfrontiert. Man lacht nicht mehr aus Schadenfreude über den oder das Andere: man ist daran beteiligt.

Der neue Farbfernseher in der Wohnküche präsentiert die Welt auf dem Hausaltar. Der Papst spricht. Seine Worte liefern Erna, Mariedl und Grete den spontanen Anstoß, ihre eigene Weltsicht zu entwickeln, die nicht weniger allwissend ist. Ihr Leben spielt sich in drei engen, aber abgründigen Seelen ab, die schreckliche Dinge nicht nur zugelassen -, sondern sogar selbst initiiert haben. Die drei Präsidentinnen ihres eigenen Unglücks sind passive Täterinnen. Es geht um den Dreck einer Welt, die Werner Schwabs Debütstück den Titel "Fäkaliendrama" eingehandelt hat. Warum das Wort verschweigen? Dass die Welt beschissen ist, ist ein Urteil, das man in jedem alltäglichen Moment hören kann. Und in diesem authentischen Stück eben auch.

Alles nur Theater? Carina Schnabel-Hudec (Erna) Verena Müller-Möck (Mariedl) und Christa Sohnius (Grete) präsentieren ihre "Präsidentinnen" im schockierenden Understatement. Für die gelungene Aufführung haben sie den Stuttgarter Theaterpreis bekommen


Besetzung:
Verena Müller-Möck
Carina Schnabel-Hudec
Christa Sohnius

Technik:
Martin Möck

Regie:
Verena Müller-Möck
Carina Schnabel-Hudec
Christa Sohnius


Gastspiele auf Anfrage

Kontakt:
Verena Müller Möck
Innerdorf 2
78078 Mönchweiler